Im August/September 2009 verbrachten Toni Lamprecht, Uli Strunz und Benno Wagner mehrere Wochen in der Verdonschlucht, um den fantastischen Kalkwänden Südfrankreichs eine wunderschöne Erstbegehung abzuringen. Das Resultat: „Le Vieux et la mer", mit 7 Seillängen bis zum 10. Grad eine der anspruchsvollsten und besten Erstbegehungen vom „alten Fuchs" Toni:
„Hat man einmal eine Route im Sektor „Ula" geklettert, so kommt man nicht umhin, rechts davon immer wieder mit staunenden Augen den glatten, vielleicht spektakulärsten Pfeiler der gesamten Schlucht zu bewundern. Bald schon ist man gedanklich gefangen - auf der Suche nach kletterbaren Linien. 2008 dann einmal richtig abgeseilt - und da konnte ich meinen Augen kaum glauben. Im Slalom durch leistiges Gelände ist da was möglich. Ein absolutes Wunder!
above: Chris Sharma during the first ascent of Golpe de Estada, 9b at Siurana, Spain
When it comes to sport climbing, the energy center of the universe without a doubt is located in Spain! Here you find stories, videos and photos of noteworthy ascents.
Indonesia's island of Bali is mainly known for its surfing. Especially on the Bukhit peninsula you find some of the worlds most epic surfspots in close proximity. We also came here mainly to surf, but while approaching some of the spots like Uluwatu or Padang Padang, my Boulderers mind keeps telling me "wait a moment, there is actually some really good rock here!"
Die Atlantiswand in Kochel ist durch Toni Lamprecht zu einer der extremsten Sportkletterdestinationen weltweit geworden, hier zeichnen wir die Stationen nach.
David Graham grew up in Portland, Maine, in the northeast of the United States. He started climbing when he was 14 and instantly became addicted. As a talent, Dave turned heads immediately and began influencing the climbing community at a young age. By the age of 16 he was working as a professional rock climber, and planning his world travels. At the age of 18, he began to travel to Europe and Asia, learn to speak other languages, and climb the hardest existing routes in the world. Now 26 years old, Dave has most of the last 8 years been living and climbing mostly throughout Europe. After 10 years of redefining the limits within rock climbing, traveling the world, and speaking foreign tongues, Dave nowadays is more excited than ever to push his own personal limits and share his thoughts. I interviewed Dave in Ceuze for "Die 2te Lizenz zum Klettern DVD", read on for the German translation!
In summer 2006 Toni Lamprecht bolted a line next to the ugly bolt ladder in the ninth pitch of "Les Marches du Temps" in the Verdon. Weather was very bad at this time of the year, but easter 2007 he and Uli Strunz had no problems with the now 8a pitch. They did the whole route without falls. Les Marches du Temps is another great free Verdon route with lots of exposed and challenging pitches. Udini filmed Uli and Toni during the process of finding the line, cleaning and bolting and, well, finally climbing it for the upcoming "2nd Licence to climb" DVD. Also we started a Verdon Gallery here, with photos shot during our stays. Here is what Toni has to say about their ascent (in German):
“Aber der Yuji, der ist doch schon toootaaal alt” platzt die neunzehnjährige Emma (Name geändert) in die Diskussion darüber, dass Yuji Hirayama, unser aller Kletteridol, keine Chance in Biographie, 8c+ hat. Ganze Passagen in der Route kann Yuji nicht klettern. “Aber bei den Wettbewerben tut er noch ganz gut mit” gibt einer zu bedenken. “Ja, aber in den Wettbewerbsrouten gibts auch keine schweren Züge!” sagt Daniel Jung, der deutsche Meister von 2004. Alle nicken zustimmend und damit ist das Thema schon durch, denn keiner der anfangzwanzigjährigen mit denen ich in Céüze stehe können sich vorstellen, dass auch Yuji mal so frisch, jung und stark gewesen ist wie sie selber gerade. Emma war ein Jahr alt, als Yuji 1989 mit seinem Sieg in Nürnberg den ersten großen internationalen Auftritt hatte.
Als ich im Sommer 1997 nach Salt Lake City kam, war ich ziemlich unfit und müde. Kaum angekommen musste ich mir direkt Mike Calls frisch erschienenes Fast Twitch angucken und sah zum ersten Mal Chris Sharma klettern. Am Ende des Videos rätseln Dale Goddard und Boone Speed darüber was Chris' Kletterstil wohl zu bedeuten habe. Besonders die Begehung von Just do It!, der Route an der Dale zerbrochen war, wirkte irritierend lässig. Just do it! ist die ersten 15m nicht schwieriger als acht. Die Zügen sehen bei Chris alle schwierig aus. Dann kommt eine ganz nickelige Stelle, die sieht auch schwierig aus, aber nicht schlimmer als die leichte Kletterei davor. Dann zieht er am Ruhepunkt seine Mütze aus und klettert die folgende X+ Seillänge einfach so durch, immer am Limit, aber unfassbar unbeeindruckt. "Wenn man Just do It! so klettern kann, kann man offensichlich noch ganz andere Sachen klettern!" sagt Dale mit belegter Stimme. Boone erinnert Chris an "Monkeys in a Zoo" und stellt fest: "Chis Sharma is clipping chains, that's all that counts!"
Angenommen, Du hast gerade angefangen zu klettern.
Eine neue Welt voller eigener Regeln, Symbolen und Riten. Wenn Du nun eine Weile kletterst, wirst du irgendwann mal über folgende Fragen stolpern: Wie funktionieren Schwierigkeitsgrade? Funktionieren sie überhaupt? Woran erkennt man gute Kletterer? Gibt es einen "besten Kletterer"? Klettert der alles besser als Du? Ist der vielleicht nur viel, viel stärker? Wer ist überhaupt der beste Kletterer der Welt? Warum klettert der besser als Du? Welches ist die schwierigste Route? Warum ist die so schwierig? Ob du wohl einzelne Züge in dieser Route machen kannst?